

Marco Werner auf „Kurzarbeit“ besucht die alte Heimat
Frankenberg (schä). Die Wirtschaftskrise der Automobilbranche macht vor keinem Halt – auch nicht vor einem vierfachen Sieger der 24 Stunden von Le Mans. „Auch für mich ist Kurzarbeit angesagt“, berichtete Rennfahrer Marco Werner am Samstagmittag den neugierigen Zuhörern in Frankenberg. Der Audi-Werkspilot stellte in der Buchhandlung Schreiber unter anderem ein neues Buch über Motorsport vor. Und merkte dabei, dass ihn viele Motorsportfans in der alten Heimat nicht vergessen haben.
Rund zehn Jahre lebte Marco Werner in Reddighausen, scharte seinerzeit im Hatzfelder Ortsteil einige einheimische Freunde um sich und tingelte von dort aus über die Rennstrecken Europas und prägte mit mehr oder weniger großen Schlagzeilen auch das Bild der Heimatzeitung.
Die Kontakte in die langjährige Heimat, in der er übers Wochenende seine Tochter besuchte, hat der gebürtiger Dortmunder aufrechterhalten. Einige der Besucher in der Buchhandlung Schreiber begrüßte Werner per Handschlag, blickte beim „Grüß dich“ in viele bekannte Gesichter.
Tolle Erinnerungen verbinde er mit seiner Zeit im Frankenberger Land, sagte der 42-Jährige. „Damals hat es so manche Überraschungsparty gegeben, wenn ich erfolgreich von Rennen zurückgekehrt bin.“ Die Wegbegleiter von damals sind noch heute so oft es geht dabei, wenn Werner im Cockpit sitzt. „Die Jungs, die hier stehen, stehen heute auch noch in Le Mans an der Strecke.“
Und die Reise nach Frankreich hat sich für die Fans in den vergangenen Jahren stets gelohnt. Dreimal in Folge hat Marco Werner von 2005 bis 2007 den Klassiker mit Audi gewonnen. Der Höhepunkt in seiner Karriere. Werner fährt seit 25 Jahren, macht sich aber noch keine Gedanken, von einem talentierten Youngster abgelöst zu werden. „Nicht, solange ich auf diesem Niveau bleibe“, sagt Werner, der hinter Alan Mc Nish die Nummer zwei der Audi-Le-Mans-Fahrer ist.
Veröffentlicht am 22.02.2009 18:19 Uhr
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